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AGARICUS BLAZEI MURILL: MIT DER KRAFT DES REGENWALDES

Der Mandelpilz (Agaricus blazei Murill1)) ist der ernährungsphysiologisch wichtigste Bestandteil von APUXAN.

In seiner Heimat, dem brasilianischen Regenwald, kann der Mandelpilz auf eine lange Geschichte als Heilmittel zurückblicken. Er wurde westlich von São Paulo entdeckt, wächst aber auch in anderen feucht-warmen Gegenden Südamerikas. Den Einwohnern der Region um das Dorf Piedade gilt der Mandelpilz als "cogumelo de deus", Pilz Gottes, und wird sowohl als Speisepilz als auch als Heilmittel verwendet. Die Dorfbewohner erfreuen sich eines langen Lebens und leiden kaum an geriatrischen Erkrankungen. In den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts wurde der japanische Forscher Takatoshi Furumoto auf den Mandelpilz aufmerksam. Seit dem steht der Pilz im Zentrum vieler Forschungsvorhaben und wird vor allem in Japan häufig in komplementären Heilverfahren und zur Immunstärkung angewandt.

Sein hoher Anteil an beta-Glucanen zeichnet den Mandelpilz aus2). Vergleichsstudien konnten zudem zeigen, dass auch das Anbaugebiet einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe hat3).

Wir haben Agaricus blazei Murill aus verschiedenen Herkunftsgebieten untersucht, und den Anbauort ausgewählt, der den höchsten beta-Glucangehalt gewährleistet (siehe nachfolgende Grafik).

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Unser APUXAN-Mandelpilz stammt ausschließlich aus nachhaltigem Anbau in Brasilien. Regelmäßige Qualitätskontrollen von Apurano Life Sciences stellen sicher, dass dieser ursprüngliche Anbauort unbelastet von Schadstoffen (Schwermetallen, Pestiziden und Herbiziden) ist.

Neben den Glucan-Verbindungen enthält der Mandelpilz weitere gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe. Dazu zählen unter anderem Proteoglykane und Agaritin, denen eine protektive Rolle bei der Abwehr von entarteten Zellen zugesprochen wird4).

Vital-Pilze sind gute beta-Glucan-Lieferanten

Glucane kommen in der Natur als Bestandteile der Zellwände von Pilzen, einigen Pflanzen und Bakterien vor. Sie sind Polysaccharide, aufgebaut aus einzelnen Glukoseeinheiten, die unterschiedlich miteinander verknüpft sein können. Bei der Wahl der beta-Glucan-Quelle ist, neben dem reinen Gehalt an beta-Glucanen, auch deren Verzweigung und natürlich die allgemeine chemische Zusammensetzung der Pflanze oder des Pilzes wichtig.

Als beta-Glucane Quelle kommen Hafer, Gerste, Hefe und Vital-Pilze in Frage. Dabei unterscheiden sich vor allem die Stärke und Art der Verzweigung der Glukoseeinheiten zwischen den einzelnen Organismen.

Beta-1,3-1,6 Glucane mit kurzen Abständen zwischen den Verzweigungen sind immunstimulierender

In Hafer und Gerste liegen beta-1,3-1,4-Glucane vor, die vor allem für ihren Cholesterin-senkenden Effekt bekannt sind5). Ihre immunstimulierende Wirkung ist jedoch deutlich geringer als die der beta-1,3-1,6-Glucan Verbindungen, da sie nicht von dem wichtigen Dectin-1-Rezeptor der Makrophagen (Fresszellen) erkannt werden können6).

Hefe enthält langkettige beta-1,3-1,6-Glucane. Die Abstände zwischen den 1,3-1,6-Verzweigungen sind größer als bei beta-1,3-1,6-Glucanen, die in Vital-Pilzen vorkommen.

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Beta-Glucan-Typen unterschiedlicher Organismen, deren schematische Struktur und Beschreibung (nach: Volman, J.J. (2003). Dietary modulation of immune function by beta-glucans. Dissertation.)


Nur in Vital-Pilzen findet man beta-1,3-1,6-Glucane mit kurzen Abschnitten zwischen den 1,3-1,6-Verzweigungen (siehe obige Tabelle). Diese Struktur ist besonders wichtig für eine effektive Immunstimulation, da für eine optimale Bindung an den Dectin-1-Rezeptor auf Immunzellen eine 1,3-1,6-Verzweigungen vorliegen muss6).

Agaricus blazei Murill enthält sowohl einen hohen Anteil an den immunstimulierenden beta-1,3-1,6-Glucanen, als auch ein breites Spektrum an weiteren Polysaccharidverbindungen mit unterschiedlichsten Verzweigungen und Molekulargrößen. Diese Vielfalt ermöglicht eine optimale Immunaktivierung durch beta-Glucan-Verbindungen.

Beta-Glucane sind ein sicheres Immunstimulanz

In der modernen Gesellschaft der Industrieländer sind wir heute nur noch einem Bruchteil der Pathogenlast ausgesetzt, an die sich unser Immunsystem im Laufe der Evolution angepasst hat. In der evolutionären Vergangenheit haben Menschen durch eine naturnahe und zum Teil verunreinigte Nahrung verstärkt beta-Glucane aufgenommen und damit ihr Immunsystem stimuliert. Beta-Glucane, als Bestandteil von Pilzen und Bakterien, gelten als pathogen-assoziierte Strukturen. Das heißt, das Immunsystem erkennt beta-Glucane als Bestandteile von Krankheitserregern und wird durch diese aktiviert, ohne dass Krankheitssymptome hervorgerufen werden. Eine ernährungsphysiologische Ergänzung mit beta-Glucanen ist daher eine sichere, natürliche und sinnvolle Supplementation der Nahrung, um das Immunsystem zu trainieren.

Bestimmende Faktoren für die Wirksamkeit von beta-Glucanen

Bei den beta-Glucanen kommt es nicht nur auf die eingenommene Menge an, sondern auch auf deren Fähigkeit, das Immunsystem zu stimulieren.
Folgende Faktoren sind bestimmend für die Wirksamkeit von beta-Glucan Produkten:

  • Partikelgröße
  • Partikelanzahl
  • Art der beta-Glucan-Verzweigung

Partikelgröße

Die Größe der Partikel bestimmt zum einen die Aufnahmefähigkeit des Produkts in den Körper. Die Mundschleimhaut lässt nur Partikel passieren, die kleiner als 0,4 µm sind. Partikel, die von der Darmschleimhaut aufgenommen werden, müssen kleiner als 10 µm sein, bestenfalls eine Größe von 0,5 µm haben (näheres siehe hier).

Die Größe der Partikel bestimmt zum anderen auch deren Aufnahmefähigkeit durch die Fresszellen des Immunsystems, sobald die Partikel über die Barriere der Mund- oder Darmschleimhaut gelangt sind. Fresszellen des Immunsystems nehmen am besten Partikel mit einer Größe unter 0,5 µm auf. Partikel größer als 4,5 µm werden zu 80% schlechter aufgenommen7). Ab einer Partikelgröße von 15-25 µm stoßen die Fresszellen an ihre Grenzen und können diese Partikel nicht mehr aufnehmen.

Partikelanzahl

Das Immunsystem wird umso besser stimuliert, je mehr beta-Glucan-Partikel den Fresszellen zur Verfügung stehen. Die Tagesdosis APUXAN enthält ca. 2 Billionen beta-Glucan-Partikel. Damit stehen theoretisch jeder Fresszelle im Körper über 1000 beta-Glucan-Partikel zur Verfügung. Dieses große Angebot an beta-Glucan-Partikeln sichert eine sehr gute Immunstimulation.

Verschiedene Produkte können bei identischer beta-Glucan Konzentration - je nach Partikelgröße - eine erheblich unterschiedliche Anzahl einzelner beta-Glucan-Partikel enthalten. Das heißt, Produkte mit deutlich größeren beta-Glucan-Partikeln enthalten auch bei gleicher Konzentration sehr viel weniger beta-Glucan-Partikel. Dadurch stehen den Fresszellen weniger beta-Glucan-Partikel zur Verfügung, die sie zudem schlechter aufnehmen können. Daher ist bei den herkömmlichen Produkten mit einer geringen Immunstimulation zu rechnen.

Ein Beispiel:

Beta-Glucan Produkte mit einer durchschnittlichen Partikelgröße von 200 µm werden nur zu ca. 10% resorbiert. Beta-Glucan Produkte mit einer durchschnittlichen Größe von 0,35 µm nahezu vollständig. Damit stehen den Fresszellen fast 2.000 Mal mehr beta-Glucan Partikel zur Verfügung, als bei dem 200 µm Produkt. Ein unschlagbarer Vorteil, wenn es um eine effektive Immunstimulation geht.


Art der beta-Glucan Struktur

Nur Vitalpilze besitzen die kurzkettigen beta-1,3-1,6-Glucan Verbindungen, die für die Immunstimmulanz am besten geeignet sind. Andere beta-Glucane können von den Dectin-1-Rezeptoren nicht so effektiv gebunden werden und damit kann das Immunsystem nicht ausreichend aktiviert werden8).

Warum ist ein ständiges Training des Immunsystems wichtig?

Neben anderen Faktoren ist die heutige Unterforderung und das ungenügende Training des Immunsystems ein nachgewiesener Grund für Allergien und Immunschwächungen. Genau wie Muskulatur und Herz-Kreislaufsystem regelmäßig trainiert werden sollten, um Krankheiten vorzubeugen, sollte auch das Immunsystem trainiert werden. Ein gesundes und reaktionsbereites Immunsystem kann besser Krankheiten abwehren, deren Verlauf verkürzen, oder abschwächen. Wie Sie Ihr Immunsystem richtig trainieren können, zeigen wir Ihnen hier.

1: Wissenschaftliche Bezeichnung: Agaricus subrufescens Peck, jedoch bekannt als Agaricus blazei Murill.
2:
Smiderle, F.R., Ruthes, A.C., van Arkel, J., Chanput, W., Iacomini, M., Wichers, H.J., and Van Griensven, L.J. (2011). Polysaccharides from Agaricus bisporus and Agaricus brasiliensis show similarities in their structures and their immunomodulatory effects on human monocytic THP-1 cells. BMC Complement Altern Med 11, 58.
3:
Toledo, R.C.C.C., M. A.; Lima, L. C. O.; de Barros Vilas-Boas, E. V.; Dias E. S. (2013). Measurement of beta-glucan and other nutritional characteristics in distinct strains of Agaricus subrufescens mushrooms. African Journal of Biotechnology 12, 6203-6209.
4:
Endo, M., Beppu, H., Akiyama, H., Wakamatsu, K., Ito, S., Kawamoto, Y., Shimpo, K., Sumiya, T., Koike, T., and Matsui, T. (2010). Agaritine purified from Agaricus blazei Murrill exerts anti-tumor activity against leukemic cells. Biochim Biophys Acta 1800, 669-673.
5:
Wang, Q., and Ellis, P.R. (2014). Oat beta-glucan: physico-chemical characteristics in relation to its blood-glucose and cholesterol-lowering properties. Br J Nutr 112 Suppl 2, S4-S13.
6:
Adams, E.L., Rice, P.J., Graves, B., Ensley, H.E., Yu, H., Brown, G.D., Gordon, S., Monteiro, M.A., Papp-Szabo, E., Lowman, D.W., et al. (2008). Differential high-affinity interaction of dectin-1 with natural or synthetic glucans is dependent upon primary structure and is influenced by polymer chain length and side-chain branching. J Pharmacol Exp Ther 325, 115-123.
7:
Pacheco, P., White, D., and Sulchek, T. (2013). Effects of microparticle size and Fc density on macrophage phagocytosis. PLoS One 8, e60989.
8:
Goodridge, H.S., Wolf, A.J., and Underhill, D.M. (2009). Beta-glucan recognition by the innate immune system. Immunol Rev 230, 38-50.