Kinder leiden im Alter von 1 bis 8 Jahren mit durchschnittlich 5 - 8 Erkältungsepisoden pro Jahr deutlich häufiger an einem grippalen Infekt als Erwachsene. Dabei wird das kindliche Immunsystem zunehmend trainiert und auf künftige Infektionen vorbereitet. Die Eltern und die ganze Familie sind dabei oft die Leittragenden und wünschen sich, dass . Eine Möglichkeit, das Immunsystem vorzubereiten, besteht in der Aufnahme von beta-Glucanen, die in Vitalpilzen enthalten sind. Jedoch können die beta-Glucane nur in geringen Mengen vom Körper aufgenommen werden, da sie schwer wasserlöslich sind. Ein neues Herstellverfahren eines bayerischen Start-up Unternehmens, das die immunstimulierenden beta-Glucane bioverfügbar macht, ändert dies und eröffnet damit für die Medizinalpilze neue Wege in der Immuntherapie.

Das Immunsystem von Kindern kann mit APUXAN vorbereitet werden, damit die Dauer und Schwere einer Erkältung reduziert werden kann. Davon profitieren sowohl die Kinder als auch die Eltern.

Betroffene Eltern kennen das: Kaum sind ihre Kinder nach einer überstandenen Erkrankung wieder im Kindergarten oder in der Grundschule, schon sind sie nach kurzer Zeit wieder krank. Im Kontakt mit der Umwelt, sei es in der U-Bahn, im Kindergarten oder auf dem Spielplatz, wird das unreife Immunsystem ständig mit noch unbekannten Erregern konfrontiert. Daher leiden Kinder im Alter von 1 bis 8 Jahren mit durchschnittlich 5 - 8 Episoden pro Jahr deutlich häufiger an Erkältungserkrankungen als Erwachsene (2 - 3 Episoden jährlich)1, 2).

Bei Geburt ist das menschliche Immunsystem noch nicht völlig ausgebildet. In den ersten Lebensmonaten schützen die während der Schwangerschaft und durch das Stillen übertragenen Antikörper des mütterlichen Immunsystems den Organismus von Neugeborenen vor vielen Erkrankungen. Dieser „Nestschutz“ geht jedoch wieder verloren. Im Verlauf der ersten Lebensjahre kommt der Organismus von Kindern dann mit einer Vielzahl an Keimen in Berührung. Neben der angeborenen Immunantwort muss nun die anpassungsfähige (adaptive) Immunantwort trainiert werden. Nahezu überall finden sich Stoffe, die dem kindlichen Immunsystem noch fremd sind. Eine naturnahe Umgebung ist dabei der beste Trainingspartner. Durch Spielen im Freien, mit Erde und Holz, durch Kuscheln mit Tieren oder den Kontakt zu anderen Kindern kommt das Immunsystem mit den unterschiedlichsten Bakterien, Mikroben und Viren in Kontakt. Die erworbene Immunantwort wird so trainiert und schützt die Kinder später effektiv vor neuen Krankheitserregern.

Die frühkindliche Auseinandersetzung des Immunsystems mit einer Vielzahl von bakteriellen, parasitären und viralen Antigenen ist ein Schlüssel für Ausbildung eines stabilen und gesunden Immunsystems. Die weitreichenden Veränderungen der Lebensweise in den westlichen Industrieländern haben jedoch einen keimreduzierten Lebensraum generiert, in dem das Immunsystem auf immer weniger Antigene trifft. Laut der Hygiene-Hypothese wird eine übermäßige Sauberkeit für das Entstehen von Allergien und anderen Immunkrankheiten, bei denen sich das Immunsystem gegen eigentlich harmlose Stoffe oder auch das eigene Gewebe richtet, mitverantwortlich gemacht.

Gestützt wird die Hygiene-Hypothese durch epidemiologische Daten und wissenschaftliche Studien. So konnte u. a. eine Studie zeigen, dass Mäuse, die keimfrei aufgezogen wurden, viel anfälliger für Krankheiten im Erwachsenenalter waren3). Die Autoren waren der Meinung, dass die Ergebnisse auch auf den Menschen übertragbar seien und schlossen, dass es nur ein kleines Zeitfenster im frühkindlichen Alter gibt, indem das Immunsystem effektiv trainiert und reguliert werden kann. Durch eine frühzeitige Auseinandersetzung mit vielerlei Erregern sinkt demnach auch das Risiko an einer Allergie zu erkranken. Belege hierfür finden sich in den „Bauernhof-Studien“ von Prof. Dr. med. Erika von Mutius, LMU München4).

Diese Erkenntnisse erlauben das Fazit, dass Kinder mit den verschiedensten Erregern in Kontakt kommen müssen, um ihr adaptives Immunsystem zu trainieren. Durch ein aktives und ausbalanciertes Immunsystem kann in der Folge die Dauer und Schwere von Erkrankungen gemindert werden. Beim Training des Immunsystems können beta-Glucane einen wichtigen Beitrag leisten. Dies kommt sowohl den Kindern, als auch ihren Eltern zu Gute.

Aber was sind beta-Glucane überhaupt und wie helfen sie, das Immunsystem zu trainieren?


Vitalpilze können das frühkindliche Immunsystem trainieren

Beta-Glucane in Vitalpilzen, wie dem Mandelpilz Agaricus Blazei Murill, sind in der Lage, das Immunsystem zu aktivieren und damit zu trainieren. Glucane kommen in der Natur als Bestandteile der Zellwände von Pilzen, einigen Pflanzen und Bakterien vor. Sie sind Polysaccharide, aufgebaut aus einzelnen Glukoseeinheiten, die unterschiedlich miteinander verknüpft sein können. Beta-Glucane sind sogenannte pathogen-assoziierte Strukturen. Ohne den vollständigen Erreger lösen sie eine Immunaktivierung aus, rufen jedoch keine Krankheitssymptome hervor.

Beta-Glucane werden über spezielle Rezeptoren (Dectin-1 u. a.) von Makrophagen (Fresszellen) erkannt und aufgenommen. Die Zellen sind in der Lage, die beta-Glucane zu zerkleinern und die Bestandteile auf ihrer Oberfläche zu präsentieren. Dadurch aktivieren die Fresszellen die Bildung von weiteren Zellen für die Immunabwehr im lymphatischem Gewebe, die dann im Blut- und Lymphsystem den Körper vor neuen Erregern schützen können.


Nur Vitalpilze haben die effektiven beta-1,3-1,6-Glucan Verbindungen

Als Lieferanten für beta-Glucane kommen Hafer, Gerste, Hefe und Vital-Pilze in Frage. Dabei unterscheiden sich vor allem die Stärke und Art der Verzweigung der Glukoseeinheiten zwischen den einzelnen Organismen.

In Hafer und Gerste liegen beta-1,3-1,4-Glucane vor, die vor allem für ihren Cholesterin-senkenden Effekt bekannt sind. Ihre immunstimulierende Wirkung ist jedoch deutlich geringer als die der beta-1,3-1,6-Glucan Verbindungen, da sie nicht von dem wichtigen Dectin-1-Rezeptor der Makrophagen (Fresszellen) erkannt werden können6).

Hefe enthält langkettige beta-1,3-1,6-Glucane. Die Abstände zwischen den 1,3-1,6-Verzweigungen sind größer als bei beta-1,3-1,6-Glucanen, die in Vital-Pilzen vorkommen.

Nur in Vital-Pilzen findet man beta-1,3-1,6-Glucane mit kurzen Abschnitten zwischen den 1,3-1,6-Verzweigungen. Diese Struktur ist besonders wichtig für eine effektive Immunstimulation, da für eine optimale Bindung an den Dectin-1-Rezeptor auf Immunzellen eine 1,3-1,6-Verzweigungen vorliegen muss.


Beta-Glucane sind in der Lage, die Symptome von Erkältungserkrankungen bei Kindern zu mildern

Neben dem langfristigen Training des Immunsystems zur Prävention von Asthma und Allergien können beta-Glucane auch die Anzahl von Erkältungsepisoden in der kalten Jahreszeit reduzieren und die Schwere der Symptome bei Kleinkindern mindern7.


Beta-Glucan sind schwer wasserlöslich und damit ungenügend resorbierbar

Ein Nachteil von beta-Glucanen ist jedoch ihre schwere Wasserlöslichkeit. Damit können sie vom menschlichen Organismus nur schlecht aufgenommen werden.

Damit Vitalpilzprodukte vom Organismus aufgenommen werden können, müssen sie die natürliche Barriere der Darmschleimhaut überwinden. Diese lässt nur Partikel mit bis zu 10 µm passieren, bevorzugt jedoch solche mit einer Größe von 0,5 µm. Dies haben Tierversuche gezeigt. „Werden nun herkömmliche Vitalpilzprodukte, die in Kapseln abgefüllt sind, in einer Flüssigkeit aufgelöst, die dem physiologischen Milieu des Dünndarms entspricht, so stellt man fest, dass etwa 90 Prozent der Partikel dieser Vitalpilzprodukte zu groß sind, um die natürliche Barriere des Dünndarms passieren zu können.“, so Dr. Brand von Apurano Life Sciences GmbH.


HighTech aus Bayern macht Vitalpilze optimal resorbierbar und verstärkt damit deren Immunkraft

Die ungenügende Resorbierbarkeit von beta-Glucanen kann durch eine Erfindung des bayerischen Start-up Unternehmens Apurano Life Sciences GmbH geändert werden. Mit dem zum Patent angemeldeten Herstelltechnologie PuranoTec kann Apurano den ganzen Pilzkörper mit seinen beta-Glucanen in eine flüssige Form bringen, die optimal vom menschlichen Organismus aufgenommen werden können. Dies ist ohne den Einsatz von Chemie und jeglicher Konservierungsstoffe möglich. PuranoTec ist ein physikalisches Verfahren, das den gesamten Pilzkörper verflüssigt und damit seine Vitalkraft erhält und zudem potenziert, da die immunstimulierenden beta-Glucane nun optimal vom Organismus aufgenommen werden können.

Gemäß den Untersuchungen von Apurano sind folgende Faktoren von Vitalpilzprodukten bestimmend für die Stimulation des Immunsystems:

  • Partikelgröße
  • Partikelanzahl
  • Art der beta-Glucan-Verzweigung

Die Größe der Partikel bestimmt zum einen die Aufnahmefähigkeit des Produkts in den Körper. Die Mundschleimhaut lässt nur Partikel passieren, die kleiner als 0,4 µm sind, die Darmschleimhaut nur solche bis 10 µm, jedoch bevorzug Partikel die etwas 0,5 µm groß sind.
Die Größe der Partikel bestimmt zum anderen auch deren Aufnahmefähigkeit durch die Fresszellen des Immunsystems, sobald die Partikel über die Barriere der Mund- oder Darmschleimhaut gelangt sind. Fresszellen (Makrophagen) des Immunsystems nehmen am besten Partikel mit einer Größe unter 0,5 µm auf. Partikel, die größer als 4,5 µm sind, werden zu 80% schlechter aufgenommen. Ab einer Partikelgröße von 15-25 µm stoßen die Fresszellen an ihre Grenzen und können diese Partikel nicht mehr aufnehmen. Zur Erinnerung: Partikel von konventionellen Vitalpilzprodukten, die im Dünndarm gelöst werden, sind zu 90% größer als 10 µm.

Das Immunsystem wird umso besser stimuliert, je mehr beta-Glucan-Partikel den Fresszellen zur Verfügung stehen. Gemäß den Untersuchungen von Apurano sollten jeder Fresszelle im Körper ca. 1000 beta-Glucan-Partikel zur Verfügung stehen. Dieses große Angebot an beta-Glucan-Partikeln sichert eine sehr gute Immunstimulation, wie dies die Wissenschaftler von Apurano herausgefunden haben.
Produkte mit deutlich größeren beta-Glucan-Partikeln enthalten auch bei gleicher Konzentration sehr viel weniger beta-Glucan-Partikel. Dadurch stehen den Fresszellen weniger beta-Glucan-Partikel zur Verfügung, die sie zudem schlechter aufnehmen können. Daher ist bei den herkömmlichen Produkten mit einer geringen Immunstimulation zu rechnen.

Nur Vitalpilze besitzen die kurzkettigen beta-1,3-1,6-Glucan Verbindungen, die für die Immunstimmulanz am besten geeignet sind. Andere beta-Glucane können von den Dectin-1-Rezeptoren nicht so effektiv gebunden werden und damit kann das Immunsystem nichtausreichend aktiviert werden.

Auch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie bewertete das PuranoTec-Verfahren von Apurano als besonders innovativ, und fördert es seit 2014 im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsprojekts. „Wir haben mit PuranoTec eine Plattformtechnologie entwickelt“, so Dr. Brand, Geschäftsführer der Apurano Life Sciences GmbH, „die es uns erlaubt alle schwer wasserlöslichen Pflanzen oder Pilze in ihrer Gesamtheit optimal resorbierbar zu machen. Damit können wir die Wirkung von Heilpflanzen oder Vitalpilzen vielfach potenzieren oder deren Wirksamkeit erst ermöglichen. Dies wollen die Forscher von Apurano nutzen, um auch zukünftig Arzneimittel zu entwickeln.“

Ab September 2016 wird APUXAN, ein Immunaktivator aus dem Mandelpilz Agaricus blazei Murill, hergestellt mit PuranoTec, in Apotheken verfügbar sein. Weitere Produkte werden 2017 folgen.


Ein AktivSpray bringt die Wirkstoffe direkt in den Körper

Neben dem Herstellverfahren PuranoTec hat sich Apurano eine innovative Applikationsart zu Eigen gemacht, um die Wirkstoffe schnell in den Körper zu bringen. Nachdem die Partikel, der mit PuranoTec hergestellten Produkte, kleiner als 0,4 µm sind, können diese von der Mundschleimhaut sehr gut aufgenommen werden. Deswegen bietet Apurano seine Produkte als AktivSpray an.

Das Produkt ist auch für Kinder geeignet, da es ohne Konservierungsstoffe und Alkohol auskommt. Ermöglicht wird dies durch die Abfüllung in der höchsten Reinraumklasse A. Die Dosis für Kinder ist entsprechend geringer und damit angepasst auf das Körpergewicht des Kindes.



1) Monto, A.S. (1994). Studies of the community and family: acute respiratory illness and infection. Epidemiol Rev 16, 351-373

2) Monto, A.S., and Ullman, B.M. (1974). Acute respiratory illness in an American community. The Tecumseh study. JAMA 227, 164-169

3) Olszak T, An D, Zeissig S, et al. Microbial Exposure During Early Life Has Persistent Effects on Natural Killer T Cell Function. Science (New York, NY). 2012;336(6080):489-493. doi:10.1126/science.1219328

4) Mutius, E. (2007). Allergies, infections and the hygiene hypothesis--the epidemiological evidence. Immunobiology 212, 433-439

5) Wang, Q., and Ellis, P.R. (2014). Oat beta-glucan: physico-chemical characteristics in relation to its blood-glucose and cholesterol-lowering properties. Br J Nutr 112 Suppl 2, S4-S13.

6) Adams, E.L., Rice, P.J., Graves, B., Ensley, H.E., Yu, H., Brown, G.D., Gordon, S., Monteiro, M.A., Papp-Szabo, E., Lowman, D.W., et al. (2008). Differential high-affinity interaction of dectin-1 with natural or synthetic glucans is dependent upon primary structure and is influenced by polymer chain length and side-chain branching. J Pharmacol Exp Ther 325, 115-123.

7) Meng, F. Baker's yeast beta-glucan decreases episodes of common childhood illness in 1 to 4 Year old children during cold season in China. J Nutr Food Sci 6, 518 (2016).


Apurano – High Tech in Life Sciences

Apurano Life Sciences GmbH wurde Anfang 2014 gegründet und hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von hochwertigen und ernährungsphysiologisch wirksamen Nahrungsergänzungsmitteln spezialisiert. Hierzu setzt Apurano sein zum Patent angemeldetes physikalisches Herstellverfahren PuranoTec ein, das die gesamte Heilpflanze oder den Heilpilz mit seinen wasserunlöslichen Bestandteilen als Ganzes in eine für den Körper optimal resorbierbare flüssige Form bringt. Dieser Prozess kommt ganz ohne chemische Zusätze oder sonstige Lösungsmittel aus.


Für weitere Informationen kontaktieren sie bitte:

Apurano Life Sciences GmbH

Dr. Werner Brand
Geschäftsführer

Birkerfeld 12
83627 Warngau

werner.brand(at)apurano.de
Tel: 08024 46869-01